Mittwoch, 12. Juni 2013

[Rezension] Alles über Lulu von Jonathan Evison


So traurig und doch so komisch…


Will, 7 Jahre alt, lebt mit seinen jüngeren Zwillingsbrüdern und seinen Eltern zusammen, als plötzlich die Mutter stirbt. Der Vater, Big Bill genannt, und die Brüder suchen Trost und Ablenkung in der „Muckibude“. Will allerdings wird Vegetarier, zieht sich immer weiter zurück, ist sehr nachdenklich – völlig anders, als der Rest der Familie. 2 Jahre später lernt Big Bill eine neue Frau kennen, die mit ihrer Tochter Lulu bei ihm und den drei Jungs einzieht. Will verliebt sich auf der Stelle in Lulu und verbringt jede freie Minute mit ihr. Will hat nun endlich einen Menschen gefunden, mit dem er über alles reden kann und er sich verstanden fühlt. Lulu und Will sind sich sehr ähnlich.

Alles verändert sich, als Lulu aus einem Cheerleadingcamp wiederkommt. Wills Gefühle für Lulu sind in dieser Zeit noch intensiver geworden und für ihn beginnt hier eine Hölle. Lulu will nichts mehr von ihm wissen. Sie meidet jeden Kontakt, redet nicht mehr mit ihm, lehnt ihn völlig ab. Will versteht nicht, warum sie das macht, ist aber gewillt, es herauszufinden. Doch Lulu gibt ihm keine Möglichkeit dazu.

So ziehen Jahre ins Land und Will kommt nicht über die Ablehnung hinweg. Auch wenn beiden mittlerweile ihre eigenen Wege gehen, gibt es immer noch etwas, was beide verbindet. Die Gründe für Lulus Verhalten bleiben dem Leser lange Zeit verborgen, werden aber zum Ende gelüftet.

Das Foto auf dem Cover sagt alles: Es strahlt Sanftheit, Melancholie, Traurigkeit, Verträumtheit, Sinnlichkeit, Liebe,… aus und genauso ist dieses Buch. Es ist eine Liebesgeschichte, die von der Kindheit bis ins Erwachsensein reicht. So tragisch manches auch ist, so fehlt dennoch nicht der Humor. 

Es ist ein Buch, welches zeigt, wie man mit Rückschlägen umgeht, nie den Optimismus verliert und für das kämpft, was man will.

Also: Unbedingt lesen!!!

Das Buch ist im August 2011 im Kiepenheuer & Witsch Verlag erschienen und die gebundene Ausgabe hat 379 Seiten.
ISBN-13: 978-3462043334

Samstag, 11. Mai 2013

Eine deutsch-französische Hochzeit in Mecklenburg/Vorpommern

Am 7. Mai 2013 war es soweit - die Hochzeit von Karine und Dirk!
Wie erwartet war Euer großer Tag zauberhaft, wunderschön, ausgelassen, lustig, ...



Wer in M/V heiraten möchte, hier zwei Vorschläge. Das Standesamt Stavenhagen (Link) befindet sich in einem Schloss mit Blick über die Stadt. Auch für viele Gäste gibt es ausreichend Parkplätze direkt vorm Schloss, so dass man nicht in den schönsten Kleidern und höchsten Schuhen lange laufen muss. Der Trausaal ist eher klein, aber schön eingerichtet. Durch die geringe Größe kommt ein wohliges und intimes Gefühl auf, wie es bei einer Trauung sein sollte.


Die anschließende Feier fand im Schloss Bredenfelde statt (Link). Ein zauberhafter Ort für eine Hochzeit. Das Ehepaar Muschke, die Schlossherren, haben bereits umfangreiche Erfahrungen mit Trauungen und allem was dazu gehört, sammeln können. So wurde bspw. selbstverständlich nach dem Sektempfang vom Brautpaar der Holzstamm zersägt.

Der Saal wurde dem Anlass entsprechend hergerichtet. Die Tische sind rund, für je 10 Personen und waren liebevoll eingedeckt. Was die Speisen und natürlich auch die Getränke betrifft kann ich nur sagen, dass alles ausgezeichnet war. Der Koch, ein ehemaliger Kollege/Angestellter Stefan Marquards hat seine Sache wirklich großartig gemacht. Es gab nichts auszusetzen! Es war deutlich zu sehen, zu riechen und zu schmecken, dass alles selbst hergestellt wurde. In unserem Fall hatten wir eine köstliche Suppe vorweg, die serviert wurde und anschließend ein Buffet, was so schnell wohl keiner nachmacht. Zur Eröffnung des Buffets und zum Anschneiden der Hochzeitstorte um Mitternacht gab es auch noch ein kleines Feuerwerk!

Das Hotel verfügt über 15 Zimmer, inklusive zweier Suiten und einer Hochzeitssuite. Alle Zimmer sind individuell, mit Liebe zum Detail und hochwertigen Möbelstücken eingerichtet.

Familie Muschke ist immer als Ansprechpartner für große und kleine Probleme (wie ein Pflaster für die zertanzten Füße) zu finden, auch wenn sie sich entsprechend im Hintergrund halten.

Wer sich also traut und noch eine kleine, verwunschene Location in M/V sucht, dem kann ich dieses Schloss nur ans Herz legen! Außerdem wäre es sogar noch eine gute Tat, denn wenn das Schloss nicht mehr der Bank "gehört", wird es eines Tages behinderten und erblindeten Kindern zugute kommen, so der Verwalter des Schlosses. Ich denke, ein solches Lebenswerk sollte unterstützt werden.

Samstag, 30. März 2013

Frühlingsanfang am Lietzensee


Foto: L. N.

Foto: L. N.
[update 01.04.2013, 9:30 Uhr]
Auf Wunsch einer einzelnen Dame: kalendarischer Frühlingsanfang!
;o)

Samstag, 16. März 2013

In vier Stunden um die ganze Welt!


Was macht man an einem hässlichen, grauen, verschneiten Sonntag, wenn gerade ITB ist und es mit der DKB Visa-Card freien Eintritt gibt? Man geht einfach hin! Besonders praktisch, wenn man ohnehin nicht weiß, wo man urlauben möchte.  Blöd nur, wenn man sich nach dem Besuch nicht entscheiden kann.

Wird es:
- Rom
- Paris
- London
- Budapest
- Camping deutsche Ostsee
- Camping polnische Ostsee
- Deutschlandtour, also eher Teile Deutschlands: Thüringen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland
- Tour durch die Beneluxstaaten
- angeln und golfen in Schottland

Alles in allem war es wieder sehr schön! Mein Liebster hat mir sogar ein Mecklenburg-Vorpommern-Lanyard organisiert (Danke schön nochmal), was mich nun jeden Tag im Büro begleitet.

Allerdings gab es auf der ITB den Lacher schlechthin!
Der BER hat sich präsentiert!!! Die Hostessen waren wirklich zu bemitleiden und einen Eröffnungstermin wussten auch sie nicht.



Ein weiteres Highlight für mich war, dass das ICC besichtigt werden konnte. Wirklich beeindruckend! Ziemlich spacig! 




Samstag, 16. Februar 2013

[Rezension] Harold von Einzlkind



Klappentext: "Hallo. Mein Name ist Melvin. Ich bin 11 Jahre alt und ein Savant. Falls Sie nachschlagen müssen: ein Genie. Außerdem bin ich Co-Hauptdarsteller in diesem Roman. Warum ich nicht auf dem Titel stehe, ist mir ein Rätsel. Ich wollte Ihnen nur gratulieren. Sie halten gerade das beste Buch der Welt in Händen.“

Das Buch wird von zwei Personen getragen. Da ist zunächst Harold, auf dem Titel stehend, 49 Jahre alt, ein frisch gekündigter Wurstfachverkäufer. Einmal die Woche spielt er mit drei älteren Damen, mit denen er gemeinsam in einem Londoner Haus wohnt, Bridge. Außerdem pflegt er sein seltsames Hobby: gepflegter Suizid. Zum Erhängen braucht man ja schließlich einen Strick mit idealem Durchmesser und aus dem perfekten Material.

Dann ist da noch Melvin, 11 Jahre alt, lebt allein mit seiner Mutter und nennt sich selbst einen „Savant ohne autistische Züge“.

Melvin wird Harold für ein paar Tage anvertraut, als seine Mutter geschäftlich verreisen muss. Sein größter Wunsch ist es, seinen Vater kennenzulernen, von dem er nur den Namen weiß. Männer, die diesen Namen tragen, gibt es fünf in ganz U.K. Harold willigt ein, ihm zu helfen und so machen sich beide auf die Suche, die nicht immer einfach ist. Für Harold hört der Spaß spätestens dann auf, als er die Queen überfährt...

Ulrich Sonnenschein von der Frankfurter Rundschau schrieb am 09.07.2010: „Zwischen J.D. Salinger und Terry Pratchett, Nick Hornby und Monty Python platziert sich dieser Roman tatsächlich als gemeines kleines Wunder.“

Mein Eindruck: Es ist skurril, sprachlich perfekt, politisch nicht immer korrekt und voll englischem Humor. Wer all das mag, für den ist es ein unbedingtes Muss!

Das Buch ist im September 2011 im Heyne Verlag erschienen und die Taschenbuchausgabe (es gibt leider keine gebundene Ausgabe) hat 224 Seiten.
ISBN-13: 978-3453435971